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Coca Cola KillsTäglich fließen mehr als eine Milliarde Coca-Cola-Getränke die Kehlen hinab und jährlich gibt die Coca-Cola-Company über eine Milliarde Dollar für Werbung aus.
In Deutschland konnten wir im Sommer 2006 die „coke side of life“ während der Fußball-WM hautnah erleben, egal ob in Kneipen, Restaurants, Getränkeläden oder beim grinsenden Würstchenverkäufer im Stadion.
Doch es gibt auch abseits vom großen Medienrummel eine andere ,,coke side of life“…

Kerala, ein Staatenbezirk in Südindien, hatte nie mit Wasserknappheit zu rechnen, da dieser einer der wasserreichsten Staaten in ganz Indien war. Von dem Status „wasserreich“ konnte man nur solange sprechen, bis Coca Cola im Jahr 2001 mit regionalen Politikern Deals vereinbarte, um sich an dem vorhandenem Grundwasser zu bereichern. Wasserreiche Gebiete wurden an Coca Cola verkauft und somit privatisiert. Die Strategie lag darin, dass man das Grundwasser nutzte um es in Flaschen zu füllen, die dann später unter dem verdeckten Markennamen „Kinley“ verkauft wurden. In Keralas werden 1,5 Mio Liter Wasser für Coca Cola täglich gepumpt, sodass folglich der Grundwasserpegel anfing zu sinken. In vielen Regionen ist er heute bereits um 40 m gesunken. Die Brunnen sind leer und die Flüsse sind ausgetrocknet. In Indien findet die Wasserversorgung bei der ländlichen Bevölkerung weitgehend direkt durch Flüsse statt. Darüber hinaus wurden große landwirtschaftliche Flächen im Jahre 2003 durch krebserregende Chemikalien wie Blei oder Cadmium verschmutzt. Die Folgen sind denkbar und doch unfassbar…
Die Bevölkerung ist wütend und entsetzt. Es gibt Widerstandsbewegungen in Indien, in denen sich GewerkschafterInnen zusammengeschlossen haben um gegen die derzeitige Lage zu protestieren. Doch dieser Widerstand wird durch das Paramilitär unterdrückt, welches von Coca Cola bezahlt wird. Im Jahre 2003 floßen hierbei ca. direkt 80.000 Dollar in die Börsen des Paramilitärs.
Guten Durst! Doch betrachten wir nun ein anderes Land in dem ,,The Coca Cola Company“ Firmentätigkeit betreibt: Kolumbien.
Der Gewerkschaftsführer Isidro Segundo Gil wird 1996 von Paramilitärs auf dem Werksgelände der Abfüllanlage von Coca Cola erschossen. Kurz darauf brannte das Paramilitär den Sitz der örtlichen Gewerkschaft nieder und zwang alle GewerkschafterInnen, die in diesem Abfüllwerk tätig waren, unter Todesdrohungen zum Austritt aus ihrer Organisation.
In den letzten 19 Jahren wurden 4.000 gewerkschaftlich engagierte Arbeiter und Arbeiterinnen von Paramilitärs oder von Armeeangehörigen getötet. Coca-Cola alleine ist verantwortlich für 9 Morde an Gewerkschaftern seit 1996, die Dunkelziffer jedoch, liegt weit höher…
In Panama wurde das Unternehmen zu einer Geldstrafe von 300.000 $ verurteilt, da es im Jahre die Bucht vom Panama sowie die Schlucht von Vista Hermosa mit Färbemitteln verschmutzt hat und musste für die aufkommenden Schäden gerade stehen.
Prost und wohl bekommt‘s!

Spread the Revolution-Team

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