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Als Reaktion auf die Wiederaufnahme der internationalen Coca-Cola Kampagne durch die kolumbianische Lebensmittelgewerkschaft Sinaltrainal gibt es derzeit eine Welle von Todesdrohungen und Gewalt gegen die Gewerkschafter und deren Familienangehörige. Der letzte Fall ereignete sich am 12.Oktober 2007. Er folgt auf die Entführung und Folterung des Sohnes eines Sinaltrainal Funktionärs am 27. September. Hier die Übersetzung der E-Mail, die heute von der kolumbianische Lebensmittelgewerkschaft ausgesendet wurde:

Neue Todesdrohung von Seiten der Paramilitärs gegen Coca-Cola Arbeiter,
die Funktionäre von Sinaltrainal sind

Am 12.Oktober 2007 um 10 Uhr, als mehrere Mitglieder von Sinaltrainal in Bucamaranga das Gewerkschaftsbüro in der Calle 42 No 14 – 09 2. OG betraten, fanden sie einen weißen Briefumschlag der an Neslon Perez adressiert war. Perez ist ist Arbeiter der Abfüllanlage von Coca-Cola und Präsident von Sinaltrainal in Bucaramanga. Im Inneren des Kuvert befand sich folgende Todesdrohung gegen den Präsidenten von Sinaltrainal aufBNundesebene JAVIER CORREA und LUIS EDUARDO GARCIA, einem Vorstandsmitglied von Sinaltrainal in Bucaramanga.

Text der Drohung:
“A.U.C. – Fan Friedensprojekt
Wir, die demobilisierten Paramilitärs, wurden von der Regierung von Alvaro Uribe mi Programm Gerechtigkeit und Frieden anerkannt. – Kommunisten – Guerilleros – Javier Correa – Luis Garcia el Chile – Die Revolution wird in Kolumbien nicht stattfinden. Die Ideologie der Guerilla und der Kommunisten bekämpfen wir mit dem Tod. Das Benutzen des Verstandes rechtfertigt das von uns angekündigte militärische Ziel. Zu Weihnachten werden Eure Familien euch in einem Massengrab identifizieren. Nichts wird Euer Leben retten. Wir werden es machen. Dass ihr nicht aufgehört habt euren ideologischen Diskurs und soviel Scheisse über die Paramilitärs zu verbreiten macht euch zu toten Terroristen der Transnationalen Konzerne. Die Schwarzen Adler werden es tun denn wir existieren. Wir haben es schon bewiesen. Wir wollen euch beide, die ihr so gegen die transnationalen Konzerne ankläfft und gleichzeitig von ihnen lebt. Kommunistische Hurensöhne. Ihre werdet ausgeweidet. Zweifelt nicht daran. Frieden im Grab. Front Schwarze Adler”

Was mit ,,transnatioanlen Konzernen“ gemeint ist, sollte jedem klar sein: Coke

Hintergrundinformationen:
http://kanalb.org/edition.php?clipId=62

http://killerbrause.de/

 

Heute Nacht/Morgen in den 12 Uhr Nachrichten der Schweizer Sendung ,,SF 10 vor 10“ auf dem Sender 3Sat hat jemand aus unserem Spread the Revolution etwas gesehen, wozu hier Stellung bezogen werden muss:

Unter anderen wurde darin in einem etwa 2 minütigen Beitrag über Ausschreitungen linksradikaler ,,Randalierer“ im Widerstand gegen die rechtsradikale Partei SVP berichtet, die unter anderem mit folgendem Wahlplakat auftrumpft:


Eine Deutung dessen ist hier nicht von Nöten. Wir wollen an dieser Stelle (noch) kein weiteres Wort über diese rassistische und postfaschistische Partei verlieren, denn das Thema dieses Beitrages soll ein anderes sein.

Hier der Link zu dem Video:

http://www.sf.tv/sf1/10vor10/

Schon zu Beginn des Berichts leitete der Moderator der Nachrichtensendung den Beitrag mit den Worten (O-Ton):

,,Das gewälttatige Chaoten am Samstag in Bern eine SF-Kundgebung brutal angriffen hat nicht nur in der Schweiz für besorgte Schlagzeilen gesorgt. Das Thema findet sich mit Bild heute auf der Frontseite der New York Times.“

Unverkennbar wird also schon mit dem einleitenden Satz der Sendung und ihr Schwerpunkt festgelegt – Krawallmacher des Schwarzen Blocks (dank der medialen Vorarbeitung und der getroffenen Formulierung assoziiert jeder Bürger sogleich die Ausschreitungen zum G8-Gipfel und hat damit ein vorgefestigtes Bild im Kopf) haben wieder einmal für Randale gesorgt. Die wohl eher ironisch gemeinte Frage, was den los sei, in der Schweizer Politik wirkt an dieser Stelle völlig deplaziert. Betont wird, man mache sich nun vor allem Gedanken über das mangelhafte Vorgehen der Polizei, denn schließlich stünde ja die EM 2008 im Lande an. Nach dieser nahezu propagandistischen Einleitungsrede kommen mehrere amerikanische und österreichische Passanten zu Wort, welche die bis zum Samstag stabile Demokratie sowie die kleinbürgerliche Ruhe und Unauffälligkeit der Schweiz erwähnen und loben. Was folgt sind Bilder von ,,randalierenden Hooligans“, welche mehrere Autos in Brand setzten und gewalttätig gegen – ja gegen was den überhaupt ? (siehe weiter unten), vorgehen und ein ca. 50 jähriger Passant, der unser gutbürgerlicher Herr Papa oder Opa sein könnte, der einem Autonomen in die Magengrube schlägt. Kommentiert werden diese Szenen mit ,,Passanten am Rande der Ausschreitungen greifen ein, doch die Polizei ist weit und breit nicht zu sehen.“ Anschließend folgt ein Interview mit einem Berner Polizeibeauftragten, der klarstellt, dass die Ausschreitungen nicht mit den Sicherheitsvorkehrungen bezüglich der EM 2008 in Verbindung gebracht werden können. Weiterhin ist die Rede von einem Europameisterschaftsauschschluss, der nun dringender als zuvor die Sicherheitsmaßnahmen zur EM 08 debattiert.

Weder verliert der Beitrag ein Wort über die Gründe der Ausschreitungen, noch über die Institutionen oder Sachgegenstände, gegen welche Gewalt angewandt wurde und geschweige den über die SVP. Denn dann müsste man sich ja mit dem Kontext der politischen Entwicklung in der Schweiz beschäftigen, in der laut letzten Umfragen 30 % der Bürger die SVP wählen würden, und das könnte zu unangenehmen Wahrheiten (und somit zu weit) führen. Da beschränkt man sich doch lieber auf eine Debatte um ein (inter)nationales Sportereignis. Doch schon allein der lächerliche Versuch des Beitrages, einen politischen Kontext mit der EM 08 in Verbindung zu bringen zeugt von seinem mangelnden Informations – und Recherchewillen. Viel mehr tat man wohl gut daran, erneut gegen antifaschistischen Widerstand zu hetzen, der, wohl gemerkt, der einzige Widerstand in der ganzen Schweiz gegen den von der SVP propagierten Fremdenhass ist.

Was ist aber eigentlich passiert?

vom 27. bis 31. Oktober 1922 und Hitlers Am 6. Oktober 2007 wollte die SVP zwei Wochen vor den National- und Ständeratswahlen einen „Marsch auf Bern“ durchführen – der letzte wurde vor 70 Jahren am 23. Mai 1937 von der «Nationalen Front» organisiert. Doch die SVP spielte mit ihrer Wortwahl noch auf zwei weitere historische Ereignisse an: Mussolinis „Marsch auf Rom“„Marsch auf Berlin“ am 9. November 1923. Bereits vor sieben Monaten ließ sich die SVP ihren „Marsch auf Bern“ bewilligen und schloss damit ihre strategische Wahlplanung ab. Er sollte der Höhepunkt des diesjährigen Wahlkampfs werden und als Plattform für die rassistische Wahlpropaganda dienen. Das Phänomen von Massenmobilisierungen anlässlich von Wahlen ist für die Schweiz ein sehr untypischer Akt. Jedoch spiegelt sich im gesamten Wahlkampf ein verändertes politische Klima. Einerseits rief das Komitee „Das schwarze Schaf“ zu einer Gegenkundgebung auf dem Münsterplatz auf , andererseits hatten verschiedene Organisationen, zu direkten Aktionen gegen den SVP-Marsch aufgerufen.

Auf dem Münsterplatz fand ab 12 Uhr bis ca. 18.30 Uhr ein sehr gut besuchtes Fest gegen Rassismus statt. Zwischen den Konzerten, gab es verschiedene Redebeiträge und Statements.Währenddessen fanden verschiedene, zum Teil militante Aktionen gegen den Aufmarsch der SVP statt. Das Konzept erwies sich dabei als äußerst erfolgreich, so konnte der Aufmarsch der SVP verhindert werden und diese konnte sich bei der Nydeggbrücke nur im Kreise drehen.

Die etwa 5000 aus der ganzen Schweiz angereisten SVP-Anhänger befanden sich am frühen Nachmittag beim Bärengraben am Rande der unteren Altstadt. Es kam zu ersten Zusammenstössen mit der Polizei, die Tränengas und Gummigeschosse einsetzte. Dennoch gelang es nicht, den Weg für den SVP-Marsch mit dem rassistischen Bundesrat Christoph Blocher an der Spitze zum Bundesplatz freizumachen. Die SVP kehrte nach Verhandlungen mit der Polizei schliesslich in die Nähe des Bärengrabens zurück, und hielt dort ihre Wahlfeier in reduzierter Form ab.

Unterdessen hatte eine Gruppe von 50 bis 100 Autonomen den Bundesplatz in einer Blitzaktion gestürmt, die Infrastruktur des SVP-Festes zerstört und einen Kleinlastwagen in Brand gesteckt.

Das muss mensch sich nun mal vor Augen halten, aus eine Gegenveranstaltung und effektiven Störung von 5.000 Rechtsextremen Anhängern der Schweizer Partei SVP sowie ihrer Festinfastruktur wird zu sinnlosen Krawallen hochsterelisiert. Hier wird ganz klar Recht zu Unrecht gemacht. Bilder von einem brennenden Kleinlaster und Krawallen werden kommentarlos im Raum stehen gelassen und durch einen falschen bzw. nicht vorhandenen politischen Kontext verklärt.

Ein Artikel dazu unter:

http://de.indymedia.org/2007/10/196346.shtml

Dies zeigt zweierlei Dinge:

Zum einen, dass die politische Situation in der Schweiz höchstbrisant ist, wenn die Medien rechtsradikale und politische Inhalte im allgemeinen noch nicht mal erwähnen.

Zum Anderen dürfte es uns allen nichts Neues sein, das Presse und Medien schon lange nicht mehr informieren, sondern manipulieren und verblenden. In welchem erschreckenden Ausmaß ihr das allerdings gelingt, nämlich, das ein Schweizer Durchschnittsbürger in rasender Aggression einen Autonomen schlägt, wird nun umso deutlicher den je. Der Einspruch, wäge man den Schlag des Mannes mit der Gewalt der Autonomen ab, wäre dieser von keinerlei Bedeutung, ist in sofern verquer, als das er den antifaschistischen Widerstand gegen einen gesellschaftlichen Rassismus mit einem medianmanipulierten bürgerlichen Aggressor auf eine Stufe stellt. Wir sagen jedoch, gezielte antifaschistische Militanz gegen eine rechtsextreme Partei, die laut ihrem berühmten Wahlplakat Andersfarbige aus der Schweiz abschieben oder sogar prügeln (mensch es interpretiere wie er will) will, ist nicht vergleichbar mit manipulierter und aufgehetzter bürgerlicher Aggression gegen solch ein engagiertes und jugendlich elanvolles antifaschistisches Vorgehen. Wer weiß, mit großer Wahrscheinlichkeit ist der ältere Herr auch einer der ersten, die ihn der Wahlkabine ihr Kreuz bei der SVP machen und vielleicht ist mit dem schwarzen Schaf auch die linksautonome Szene gemeint. In diesem Fall hat unser faschistoider ,,Durchschnittsbürger“ das Wahlplakat wohl zu wörtlich genommen, falls dies überhaupt möglich ist. Umso interessanter wird der bullige Typ mit der Tatöwierung, der einen Antifaschisten mit dem Knie auf dem Hinrerkopf auf den Asphalt drückt. Im Hintergrund ist die Schweizer Nationalflagge zu erkennen.

Die linke Szene sollte sich über der Bewusstwerdung der ständigen Repressionen hinaus vor allem nicht in den Strom einer Stagnation und Resignation treiben lassen, der ihr suggeriert, die Medienhetze sei immer die gleiche polit-manipulatorische Strategie und mensch könne nichts dagegen tun. Richtig ist, dass Presse und Staat gezielt und andauernd gegen antifaschistische und linke Strukturen im allgemeinen hetzen, um die bestehenden Ausbeutungsverhältnisse erhalten zu können. Falsch wäre es allerdings, dies zu akzeptieren und sich damit abzufinden, denn diese Akzeptanz schafft ein Mentalitätsklima innerhalb der Gesellschaft, in dem es möglich ist, das ein alter konservativer Spießbürger einen Menschen schlägt, der sich gegen den immer weiter ausbreitenden und tieferwurzelnden Rassismus und Faschismus in seinem Land einsetzt.

Siehe ergänzend:

http://de.indymedia.org/2007/10/196800.shtml (Allgemeine Zusammenfassung der überregioanlen Hetze gegen die Gegendeomnstranten)

http://ch.indymedia.org/de/2007/10/53372.shtml (Lügen zur medialen Manipulation)

http://switzerland.indymedia.org/demix/2007/10/53152.shtml

http://www.20min.ch/day/story/31987802 (Chaos statt SVP-Fest)

Ein zweites Video zeigt erneute wie ein anderer älterer Herr, auf einen festgehaltenen Antifaschisten einschlägt (siehe ca.2.30 Minute):

http://www.youtube.com/watch?v=Msn4F0jHf2k&mode=related&search=

 

 

Solange Recht zu Unrecht gemacht wird, und Unrecht zu Recht;

Solange gezielte antifaschistische Militanz zu blinden Krawallen und Straftaten abgestempelt wird, um Faschismus politisch salonfähig zu machen;

Solange noch 30 % der Schweizer Bürger die SVP wählen, ja solange es die SVP und den gesellschaftlich verwurzelten Rassismus gepaart mit Nationalismus noch gibt, so lange werden wir nicht aufhören, unseren lautstarken Widerstand auf die Straße zu tragen und nationalsozialistische Feste und Infastrukturen gezielt zu zerlegen, um Nazisveranstaltungen zu smashen!

In diesem Sinne,

Presse und Medien bloßstellen!

Manipulation und Hetze gegen die gesamte Linke offensiv bekämpfen!

Standhaft bleiben im Kampf gegen Faschismus!

Keine Gesellschaftsklimaschaffung für unpolitisch prügelnde Spießbürger!

(Don’t) Hate the media,

Become the media.

 

Fight Facism and Spread the Revolution.

G13

Die Aktion Grøndalsvænge Allé 13 (Aktion G13) ist eine langfristige Initiative mehrerer Vebrände und Organisationen für ein neues Ungdomshuset im Kopenhagener Stadtteil Nørrebro. Das ,,Ungdsomhuset“ (zu deutsch: Jugendhaus) war am 1. März 2007 von den Politiets Aktionsstyrke (AKS), der dänischen Antiterror-Einheit, geräumt worden, nachdem Stadt es an eine christlich – fundementalistische Sekte, genannt ,,Faderhus“ (Vaterhaus) verkauft hatte. Diese predigt und lebt Homophobie, Sexismus und Rassismus. Dies allerdings scheint der Kopenhagener Bürgermeisterin alle mal lieber zu sein, als jene Jugendlichen, für welches das Ungdomshuset das Zuhause darstellt. Praktisch lassen sich die einstigen Bewohner und UnterstützerInnen des Ungdomshuset vor allem dem linken, aber auch linksradikalen Spektrum zuordnen und führen daher einenKampf gegen alltägliche Homphobie, Sexismus, Rassismus und Antisemitismus – im Kontrast zu der Vaderhus-Sekte. Diese hatten öffentlich zur Verteidigung des Jugendhauses mit allen Mitteln (Barrikaden und Militanz eingeschlossen) aufgerufen. Durch das brutale und gnadenlose Vorgehen der dänischen Sondereinheiten verebbte der Widerstand allerdings bereits nach 4 Tagen und am Morgen des 5. März wurde das Haus unter dem lautstarken Protest von tausenden Menschen, für die das Ungdomshuset ihre Heimat war, abgerissen.

Das neue Ungdomshuset, die Grøndalsvænge Allé 13, welches dauerhaft besetzt werden soll, konnte im Rahmen einer dafür eigens veranstalteten Demonstration am 06.10. leider nur für mehrere Stunden besetzt gehalten werden. Das Haus befindet sich im Nord-West-Bezirk von Kopenhagen (Nordvestkvarteret) in der Nähe der S-Bahn-Station Fuglebakken. Es ist ähnlich groß wie das Ungdomshuset in der Jagtvej 69, hat einen großen Garten und gehört der Stadt. Die Polizei setzte zur Räumung, aber auch während der gesamten Demonstration massive Gewalt, besonders in Form exzessiven Gebrauchs von Tränengas, ein. Laut Polizei wurden 436 Leute verhaftet, der Großteil musste jedoch nach dänischem Polizeigesetz nach sechs Stunden wieder freigelassen werden. Dies stellt die größte Maßenverhaftung in der dänsichen Geschichte da.

Vor allem aber zeigte sich durch die kreative Aktionen und transparente Planung, dass es nicht nur randalierende Chaoten sind, die für ihre Rechte eintreten, sondern eben jene jugendlche und alternatiive Menschen, die mit friedlichen Mitteln diese Demo zu einem Höhepunkt machten und zeigten, dass einzig allein die Polizei die Gewalt ausübte. Die Demonstranten hielten sich die gesamte Zeit über an das Motto, die Hausbesetzung mit weitgehend friedlichen Mitteln durchzuführen, lediglich das Durchbrechen von Polizeikettenlöchern, ohne Gewalt auf die Polizisten auszüben oder sie gar verletzen zu wollen. Verhältnissmäßiges und gezielt eingesetztes ,,Schubsen“ mit gereleter Kraft und in geregeltem Maß, um das Gelände zu Besetzen gilt hierbei, als einzig nennenswerte Militanz.

Weiterhin hat die Aktion auch moralische und vor allem politische Dinge ins Rollen gebracht, die mit dem alten Ungdomshus gar nicht so offensichtlich waren oder durch Medien, Polizei, Politik usw. z.t. extrem verfälscht wurden. Am 06.10 war dies nicht der Fall, Ausenstehende, Medien und auch die internationale Presse bekamen ein ungescholltenes Bild auf den dänischen Plozei(prügel)alltag.

Auch von den Veranstaltern wurde betont, dass die Hausbesetzung nach Plan und Organisation friedlich ablief, so wollte man der Presse doch kein bild für Medienhetze gegen die üblichen Randalierer geben (siehe dazu So soll unter G13 unser neues Ungdomshuset besetzt werden), und dennoch haderte die Polizei nicht mit Tränengas und brutalem Schlagstockeinsatz.

Weitere Infos, Videos und der Life-Ticker des Tages der verübergehenden Besetzung auf

http://ungeren.wordpress.com (deutsch)

http://ungeren.dk/(deutsch)

http://modkraft.dk/(dänisch)

Bilder unter:

http://politiken.dk/fotografier/article390057.ece?service=gallery&start=1

http://politiken.dk/fotografier/article390019.ece

Spread the Revolution

Der Widerstand gegen den Neonaziladen ,,Tønsberg“ der Neonazimarke Thor Steinar (mehr unter http://www.turnitdown.de/166.html , Flyer als PDF: http://www.inforiot.de/red/stuff/Aufruf_kopieren_hp.pdf) auf der Richard-Wagner Straße in Leipzig geht in die nächste Runde. Heute ab 15 Uhr fand die vierte Demonstration in einer Woche in der Leipziger Innenstadt statt, an welche sich neben 200 Antifaschisten auch zahlreiche Bürger beteiligen. Denn trotz der bereits am 20., 22. und 24.9. stattgefunden spontanen Demonstrationen gibt es den Thor-Steinar-Outlet immer noch. Allerdings wurde das Aussehen des Ladnes in den letzten Tagen etwas kreativ verschönert: Während die Scheiben bereits zur Eröffnung massive Schäden aufwiesen, nach dem ersten Öffnungstag völlig zerstört waren und daraufhin eine Holzverschalung vor dem Laden angebracht wurde (welche freilich bereits nach wenigen Stunden mit Parolen und Antifa-Plakaten verschönert war), hat man nun massive Montageplatten angebracht. Zu bemerken ist wohl, dass nun niemand mehr davon sprechen kann, den Laden nicht wahrgenommen zu haben – so steht er doch einzig und allein durch den massiven antifaschsitischen Widerstand im Brennpunkt des Stadtthemas.

Daß der Naziladen jedoch ein Problem und bereits jetzt einen Anlaufpunkt für Nazis darstellt, zeigt der versuchte Angiff auf den Infostand der Jusos am 27.9., als 25 Personen, unter ihnen Mitglieder der „Freien Kräfte Leipzig“ wie István Repaczki und aus dem Umfeld des Fußballvereines „1.FC Lok Leipzig“ wie Ricardo Sturm.

Insgesamt muss betont werden, dass der Laden an sich nicht das wahre, tiefgreifende Problem ist, sondern die Faschisten in und um Leipzig, welche durch ihn nun eine eindeutige Anlaufstelle haben.

Letztendlich sind die antifaschistischen Gruppen aus Leipzig zufrieden mit dem derzeitigen Verlauf der Kampagne gegen den Laden. Die nächste Möglichkeit und ein weiterer Höhepunkt wird die Demonstration „LADENSCHLUSS!!!-Schöner leben ohne Naziläden“ gegen den Thor-Steinar-Laden und alle anderen Verkaufsstellen von rechtsextremer Ausrüstung sowie gegen die deutsche rechte Normalität am Mittwoch, den 03. Oktober um 14:00 it Treffpunkt am Hauptbahnhof Leipzig sein. Die Demo wird mehrere der Naziläden in unmittelbarer Nähe passieren. Die Leipziger Antifagruppen rufen alle Antifas zur Teilnahme auf, ob nun aus Leipzig oder anderswo. In Leipzig geht noch was, und wie schon Klara Naumann, Pressesprecherin der Leipziger Antifa, erklärte: „Wir werden gegen den Laden vorgehen, bis er wieder dicht macht“, oder wie es im Aufruf heisst: „Schliesst das TØNSBERG, oder wir tun es“. Faktisch sind wir dem bereits näher gekommen, eine klare Ansage an die Nazis am 3.10. könnte der letzte Sargnagel sein.

Weitere Infos über die Demo am 3.10. unter http://www.left-action.de/antifa

Man sieht sich am 3.Oktober !

Spread the Revolution!

Coca Cola KillsTäglich fließen mehr als eine Milliarde Coca-Cola-Getränke die Kehlen hinab und jährlich gibt die Coca-Cola-Company über eine Milliarde Dollar für Werbung aus.
In Deutschland konnten wir im Sommer 2006 die „coke side of life“ während der Fußball-WM hautnah erleben, egal ob in Kneipen, Restaurants, Getränkeläden oder beim grinsenden Würstchenverkäufer im Stadion.
Doch es gibt auch abseits vom großen Medienrummel eine andere ,,coke side of life“…

Kerala, ein Staatenbezirk in Südindien, hatte nie mit Wasserknappheit zu rechnen, da dieser einer der wasserreichsten Staaten in ganz Indien war. Von dem Status „wasserreich“ konnte man nur solange sprechen, bis Coca Cola im Jahr 2001 mit regionalen Politikern Deals vereinbarte, um sich an dem vorhandenem Grundwasser zu bereichern. Wasserreiche Gebiete wurden an Coca Cola verkauft und somit privatisiert. Die Strategie lag darin, dass man das Grundwasser nutzte um es in Flaschen zu füllen, die dann später unter dem verdeckten Markennamen „Kinley“ verkauft wurden. In Keralas werden 1,5 Mio Liter Wasser für Coca Cola täglich gepumpt, sodass folglich der Grundwasserpegel anfing zu sinken. In vielen Regionen ist er heute bereits um 40 m gesunken. Die Brunnen sind leer und die Flüsse sind ausgetrocknet. In Indien findet die Wasserversorgung bei der ländlichen Bevölkerung weitgehend direkt durch Flüsse statt. Darüber hinaus wurden große landwirtschaftliche Flächen im Jahre 2003 durch krebserregende Chemikalien wie Blei oder Cadmium verschmutzt. Die Folgen sind denkbar und doch unfassbar…
Die Bevölkerung ist wütend und entsetzt. Es gibt Widerstandsbewegungen in Indien, in denen sich GewerkschafterInnen zusammengeschlossen haben um gegen die derzeitige Lage zu protestieren. Doch dieser Widerstand wird durch das Paramilitär unterdrückt, welches von Coca Cola bezahlt wird. Im Jahre 2003 floßen hierbei ca. direkt 80.000 Dollar in die Börsen des Paramilitärs.
Guten Durst! Doch betrachten wir nun ein anderes Land in dem ,,The Coca Cola Company“ Firmentätigkeit betreibt: Kolumbien.
Der Gewerkschaftsführer Isidro Segundo Gil wird 1996 von Paramilitärs auf dem Werksgelände der Abfüllanlage von Coca Cola erschossen. Kurz darauf brannte das Paramilitär den Sitz der örtlichen Gewerkschaft nieder und zwang alle GewerkschafterInnen, die in diesem Abfüllwerk tätig waren, unter Todesdrohungen zum Austritt aus ihrer Organisation.
In den letzten 19 Jahren wurden 4.000 gewerkschaftlich engagierte Arbeiter und Arbeiterinnen von Paramilitärs oder von Armeeangehörigen getötet. Coca-Cola alleine ist verantwortlich für 9 Morde an Gewerkschaftern seit 1996, die Dunkelziffer jedoch, liegt weit höher…
In Panama wurde das Unternehmen zu einer Geldstrafe von 300.000 $ verurteilt, da es im Jahre die Bucht vom Panama sowie die Schlucht von Vista Hermosa mit Färbemitteln verschmutzt hat und musste für die aufkommenden Schäden gerade stehen.
Prost und wohl bekommt‘s!

Spread the Revolution-Team

Das hier ist kein weiterer persönlicher Weblog in den weiten des Internets, dies ist kein weiterer Weblog, der den Schein des Alltages in den Mittelpunkt stellt. Dieser Blog soll Seiten des Alltages, der Gesellschaft und dieses System für Menschen aufbereiten und offen legen, die sich bis jetzt nicht mehr als wenig über dies informiert haben.

Dieser Blog wird für Kontroversen sorgen, für Widerspruch, für schlaflose Nächte, für Bluthochdruck, für Schweißausbrüche, für Kopfschütteln vor euren Rechnern – zumindest erhoffen wir uns das.

Was genau heißt das ganze nun? Schlicht und ergreifend – Dieser Blog wird Themen behandeln, die sich in und dennoch neben unserem Alltag abspielen. Bereiche aus Politik und Gesellschaft sowie auch Fragen die uns alle persönlich betreffen sollen behandwlt werden:

Nike – was trage ich da eigentlich,

Coke – was trinke ich hier eigentlich,

McDonalds – was esse ich da eigentlich ?

Bin ich auch nur (k)einer von Vielen? Was macht uns besonders, was macht uns gleich und unbedeutend?

Wo kommen die Sachen her, die wir an unserem Körper tragen, wer stellt meine Klamotten her, was umgibt uns eigentlich täglich in der Welt?

Dieser Blog soll ein Versuch darstellen, ein paar Antworten auf diese Fragen zu geben – wie ist die Welt wirklich, die uns umgibt?

Wenn du auch nur ab und an nen Anflug und das Gefühl hattest, du würdest gerne mal hinter deinen Alltag steigen und mehr über Gesellschaft und Stuff erfahren, dann bist du hier gut aufgehoben.

Die Themen werden wir wöchentlich herausbringen, wobei der Tag wahrscheinlich variieren wird. Brandaktuelle News werden natürlich so schnell wie möglich auf den Blog gestellt.

Genug gelabert, beginnen wir mal mit dem ersten Blog-Eintrag…

Cheers,

das Spread the Revolution-Team