Der Widerstand gegen den Neonaziladen ,,Tønsberg“ der Neonazimarke Thor Steinar (mehr unter http://www.turnitdown.de/166.html , Flyer als PDF: http://www.inforiot.de/red/stuff/Aufruf_kopieren_hp.pdf) auf der Richard-Wagner Straße in Leipzig geht in die nächste Runde. Heute ab 15 Uhr fand die vierte Demonstration in einer Woche in der Leipziger Innenstadt statt, an welche sich neben 200 Antifaschisten auch zahlreiche Bürger beteiligen. Denn trotz der bereits am 20., 22. und 24.9. stattgefunden spontanen Demonstrationen gibt es den Thor-Steinar-Outlet immer noch. Allerdings wurde das Aussehen des Ladnes in den letzten Tagen etwas kreativ verschönert: Während die Scheiben bereits zur Eröffnung massive Schäden aufwiesen, nach dem ersten Öffnungstag völlig zerstört waren und daraufhin eine Holzverschalung vor dem Laden angebracht wurde (welche freilich bereits nach wenigen Stunden mit Parolen und Antifa-Plakaten verschönert war), hat man nun massive Montageplatten angebracht. Zu bemerken ist wohl, dass nun niemand mehr davon sprechen kann, den Laden nicht wahrgenommen zu haben – so steht er doch einzig und allein durch den massiven antifaschsitischen Widerstand im Brennpunkt des Stadtthemas.

Daß der Naziladen jedoch ein Problem und bereits jetzt einen Anlaufpunkt für Nazis darstellt, zeigt der versuchte Angiff auf den Infostand der Jusos am 27.9., als 25 Personen, unter ihnen Mitglieder der „Freien Kräfte Leipzig“ wie István Repaczki und aus dem Umfeld des Fußballvereines „1.FC Lok Leipzig“ wie Ricardo Sturm.

Insgesamt muss betont werden, dass der Laden an sich nicht das wahre, tiefgreifende Problem ist, sondern die Faschisten in und um Leipzig, welche durch ihn nun eine eindeutige Anlaufstelle haben.

Letztendlich sind die antifaschistischen Gruppen aus Leipzig zufrieden mit dem derzeitigen Verlauf der Kampagne gegen den Laden. Die nächste Möglichkeit und ein weiterer Höhepunkt wird die Demonstration „LADENSCHLUSS!!!-Schöner leben ohne Naziläden“ gegen den Thor-Steinar-Laden und alle anderen Verkaufsstellen von rechtsextremer Ausrüstung sowie gegen die deutsche rechte Normalität am Mittwoch, den 03. Oktober um 14:00 it Treffpunkt am Hauptbahnhof Leipzig sein. Die Demo wird mehrere der Naziläden in unmittelbarer Nähe passieren. Die Leipziger Antifagruppen rufen alle Antifas zur Teilnahme auf, ob nun aus Leipzig oder anderswo. In Leipzig geht noch was, und wie schon Klara Naumann, Pressesprecherin der Leipziger Antifa, erklärte: „Wir werden gegen den Laden vorgehen, bis er wieder dicht macht“, oder wie es im Aufruf heisst: „Schliesst das TØNSBERG, oder wir tun es“. Faktisch sind wir dem bereits näher gekommen, eine klare Ansage an die Nazis am 3.10. könnte der letzte Sargnagel sein.

Weitere Infos über die Demo am 3.10. unter http://www.left-action.de/antifa

Man sieht sich am 3.Oktober !

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